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Raumfahrt durch private Unternehmen

Space Travel through Private Companies

Die Raumfahrt durch private Unternehmen hat den Wettbewerb und die Innovation in der Weltraumindustrie gefördert. Diese Unternehmen streben ehrgeizige Ziele an, die die Zukunft der Raumfahrt prägen.

By Oksana Sawicka

🇩🇪DEUTSCH

Raumfahrt durch private Unternehmen.

Raumfahrt durch private Unternehmen.

Raumfahrt durch private Unternehmen

Die Raumfahrt durch private Unternehmen hat die Welt des Weltraums revolutioniert, indem sie Wettbewerb und Innovation vorangetrieben hat. Diese Unternehmen haben ehrgeizige Ziele wie Raumtourismus, Marskolonisierung und kommerzielle Raumstationen, die die Zukunft der Raumfahrt in aufregende und unerforschte Bahnen lenken.

Nachdem die Ländergrenzen der Erde gezogen wurden, begann die Aufteilung des Weltraums. Zu Beginn waren nur die USA und die UDSSR an diesem Wettlauf beteiligt. Mit den Jahren kamen zu diesem Wettstreit auch weitere Staaten hinzu. So nahmen auch Staaten wie China und Indien aktiv an der Raumfahrt teil. Mittlerweile ist dieser Wettkampf jedoch nicht mehr nur in staatlicher Hand. Auch private Unternehmen sind zunehmend im Sektor der Raumfahrt tätig. Für Länder ist die Raumfahrt seit jeher mit Prestige und Machtdemonstration verbunden. Im Gegensatz dazu möchten private Unternehmen die Raumfahrt auf lange Sicht für Jedermann möglich machen.

New Space

Während die Raumfahrt lange Zeit von staatlichen Agenturen wie der NASA und Roskosmos dominiert wurde, haben private Unternehmen wie SpaceX, Blue Origin und Virgin Galactic den Weg für eine neue Ära der Raumfahrt geebnet.

Die Gesamtheit aller privater Unternehmen, die im Bereich der Raumfahrt tätig sind wird unter den Begriff „New Space“ gefasst. Nach Aussagen des Bundeswirtschaftsministeriums hat eine Studie von 2016 herausgestellt, dass die privaten Unternehmen die gesamte Raumfahrt nachhaltig verändern könnten.

Wer in der Raumfahrt tätig werden möchte, benötigt viel Geld. Geld, das viele Staaten nicht allein aus Steuergeldern tilgen können. Dabei werden die privaten Raumfahrtfirmen häufig als Partner für die Staaten tätig. Schließlich sprechen hier keine politischen Gründe gegen eine Zusammenarbeit. Elon Musk macht mit seiner Raumfahrt-Firma SpaceX deutlich, wie erfolgreich eine derartige Zusammenarbeit sein kann. So kümmert er sich um die Versorgung der ISS mit wichtigen Ressourcen. Hierfür nutzt SpaceX seine firmeneigene Rakete namens Dragon.

Wirtschaftliche Interessen

Natürlich stehen bei den privaten Unternehmen wirtschaftliche Interessen an oberster Stelle. Derzeit lässt sich am meisten Geld mit Satellitentechnologie verdienen. Schließlich sind Satelliten heutzutage für Internet, Telekommunikation, TV-Signale und die Messung von Wetterdaten zuständig. Aus diesem Grund schicken die Raumfahrt-Unternehmen mittlerweile ganze Schwärme von Satelliten ins Weltall. Mit diesen Satelliten markieren die Unternehmen auf lange Sicht Ihr Revier. Schließlich wird der Orbit irgendwann keinen Platz mehr für weitere Satelliten bereit halten. Wer jetzt handelt, steht langfristig mit wirtschaftlicher Stärke da.

Hot Spot in den USA

Besonders spannend ist ein Blick in die USA. Hier ist sowohl das staatliche als auch das private Raumfahrtprogramm im vollen Gange. Ab 2025 wird die US-amerikanische Raumfahrt nur noch zu 5% von Steuergeldern gestützt. Die restlichen Kosten sollen vollständig durch Privatunternehmen gedeckt werden. Dass die USA den Weg für die Privatwirtschaft freimachen wird, wurde bereits vor einigen Jahren deutlich. Im Jahr 2011 hat die Nasa ein Raumfahrtprogramm gestartet, das auf die Entwicklung von Raumkapseln abzielt, die Privatpersonen transportieren können.

Auf lange Sicht soll nicht die NASA, sondern private Unternehmen dafür sorgen, dass Astronauten zur ISS gelangen. Die Gründe liegen auf der Hand. Seit dem Beginn der Raumfahrt sind die USA auf Russland angewiesen, wenn sie eine Raumkapsel benötigen. Schließlich werden noch heute US-amerikanische Astronauten mithilfe von russischen Sojuskapseln ins All geschickt. Mit der Einbeziehung privater Unternehmen könnten die USA sich unabhängig von Russland machen.

Die größten privaten Unternehmen in der Raumfahrt sind Boeing und SpaceX. Vor allem SpaceX hat durch seinen berühmten Geschäftsführer Elon Musk in den vergangenen Jahren immer mehr Bekanntheit erlangt. Der Visionär aus Südafrika hat bereits mit seiner Firma Tesla dafür gesorgt, dass Elektroautos immer häufiger auf der Straße zu sehen sind. Boeing und SpaceX haben einen lebhaften Wettbewerb untereinander. Sie kämpfen um die Vorherrschaft auf dem Markt der privaten Raumfahrtunternehmen.

Bis jetzt stehen die Chancen vor allem für Elon Musk sehr gut. SpaceX hatte bereits mehrere erfolgreiche Crewed-Missionen mit der Raumkapsel "Crew Dragon" durchgeführt, darunter auch Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS). Seit 2020 ist Crew Dragon das Hauptfahrzeug der NASA, um Menschen zur und von der ISS zu bringen. Seit 2020 dient die Crew Dragon als Hauptfahrzeug der NASA für den Personenverkehr zur und von der ISS. Im Februar 2022 beauftragte die NASA SpaceX mit weiteren drei ISS-Flügen. SpaceX plant zudem zahlreiche weitere Raumfahrtmissionen, einschließlich Mond- und Marsflügen. Aus diesem Grund konzentriert sich das Unternehmen nun vollständig auf die Entwicklung von Starship, einem wiederverwendbaren, zweistufigen Raketensystem, das wie ein Flugzeug mehrere Starts und Landungen ermöglichen soll.

Crew Dragon von SpaceX.

Crew Dragon von SpaceX.

Blue Origin, ein weiteres führendes privates Raumfahrtunternehmen, hat sich auf suborbitale Flüge und die Entwicklung wiederverwendbarer Raketen konzentriert. Gegründet im Jahr 2000 durch erhebliche persönliche Investitionen von Bezos, hat sich Blue Origin auf die Entwicklung von wiederverwendbaren Raketen und senkrechten Start- und Landetechnologien konzentriert. 2015 erreichte das Unternehmen einen Meilenstein mit dem senkrechten Start und der Landung der New Shepard-Rakete, die die Grenzen des Weltraums erreichte und sicher zurückkehrte. Die NASA hat Blue Origin ausgewählt, um die Mondlandefähre namens Blue Moon zu entwickeln, die eine entscheidende Rolle im Artemis-Programm spielen wird, das darauf abzielt, Menschen zum Mond zurückzubringen.

New Shepard-Rakete von Blue Origin.

New Shepard-Rakete von Blue Origin.

Virgin Galactic, angeführt von Sir Richard Branson, verfolgt ähnliche Ziele und hat bereits suborbitale Raumflüge für zahlende Kunden angeboten. In 2023 startete und landete Virgin Galactics wiederverwendbares Raketenflugzeug VSS Unity erfolgreich, das das erste Touristenteam des Unternehmens ins All beförderte. Die Mission, Galactic 02 genannt, umfasste sechs Personen. Galactic 02 war ein suborbitaler Flug, bei dem die Passagiere für mehrere Minuten Schwerelosigkeit erleben konnten, während sie die Erdkrümmung sahen. Nach dem Start transportierte Virgin Galactics Trägerflugzeug VMS Eve die VSS Unity auf eine Höhe von etwa 13.500 Metern. Anschließend löste sich Unity von Eve, zündete den eigenen Raketenmotor und stieg in den suborbitalen Raum auf. Die Passagiere erlebten dabei etwa 3G.

Weltraumbahnhof Amerika, New Mexico - 17. Oktober 2011 White Knight Spaceship 2, Sir Richard Branson, Susana Martinez, Kongressabgeordneter Steve Pearce.

Raketenflugzeug VSS Unity. Weltraumbahnhof Amerika, New Mexico - 17. Oktober 2011, Sir Richard Branson, Susana Martinez, Kongressabgeordneter Steve Pearce, White Knight Spaceship 2.

Bild von Jared Ortega

Diese Unternehmen haben nicht nur Raumfahrtaktivitäten für Unternehmen und Touristen eröffnet, sondern auch die Möglichkeiten für wissenschaftliche Forschung und die Erkundung des Weltraums erweitert.

Die Beteiligung privater Unternehmen an der Raumfahrt hat auch die Kosten gesenkt und Innovationen vorangetrieben. Die Wettbewerbssituation zwischen staatlichen Raumfahrtbehörden und privaten Unternehmen hat die Raumfahrtindustrie insgesamt revolutioniert. Dennoch gibt es auch Herausforderungen und Bedenken, insbesondere im Hinblick auf die Regulierung, Sicherheit und Umweltauswirkungen der kommerziellen Raumfahrt. Die Rolle privater Unternehmen in der Raumfahrt wird daher weiterhin intensiv diskutiert. Insgesamt hat die Beteiligung privater Unternehmen an der Raumfahrt zu aufregenden Entwicklungen und Möglichkeiten geführt, die die Zukunft der Raumfahrt immer spannender machen.

🇬🇧ENGLISH

Space travel by private companies.

Space travel by private companies.

Space Travel by Private Companies

Space travel by private companies has revolutionized the world of space by driving competition and innovation. These companies have ambitious goals such as space tourism, Mars colonization, and commercial space stations, steering the future of space travel into exciting and uncharted territories.

After the borders of the Earth were drawn, the division of space began. Initially, only the USA and the USSR were involved in this competition. Over the years, more states joined this contest, with countries like China and India actively participating in space travel. However, this competition is no longer solely in state hands. Private companies are increasingly active in the space sector. For countries, space travel has always been associated with prestige and demonstrations of power. In contrast, private companies aim to make space travel accessible to everyone in the long term.

New Space

While space travel was long dominated by state agencies like NASA and Roscosmos, private companies like SpaceX, Blue Origin, and Virgin Galactic have paved the way for a new era of space travel.

The entirety of all private companies operating in the field of space travel is referred to as "New Space." According to statements from the Federal Ministry of Economics, a 2016 study indicated that private companies could sustainably change the entire space sector.

Anyone wishing to engage in space travel requires a lot of money—money that many states cannot cover solely through tax revenues. In this context, private space companies often serve as partners for states. After all, there are no political reasons against collaboration here. Elon Musk clearly demonstrates how successful such cooperation can be with his space company SpaceX. He is responsible for supplying the ISS with essential resources, utilizing SpaceX's proprietary rocket named Dragon.

Economic Interests

Of course, economic interests are paramount for private companies. Currently, the most money can be earned through satellite technology. After all, satellites are responsible for internet, telecommunication, TV signals, and the measurement of weather data today. For this reason, space companies are now sending entire swarms of satellites into space. With these satellites, companies are marking their territory for the long term. Eventually, orbit will not have space for more satellites. Those who act now will stand strong economically in the long run.

Hot Spot in the USA

A particularly exciting glance can be taken at the USA. Here, both the state and private space programs are in full swing. By 2025, American space travel will be supported by tax revenues only to 5%. The remaining costs are to be fully covered by private companies. It became clear several years ago that the USA would pave the way for the private sector. In 2011, NASA launched a space program aimed at developing space capsules that can transport private individuals.

In the long run, it will not be NASA but private companies that ensure astronauts reach the ISS. The reasons are obvious. Since the beginning of space travel, the USA has relied on Russia when they need a space capsule. After all, American astronauts are still sent into space using Russian Soyuz capsules. By including private companies, the USA could become independent of Russia.

The largest private companies in space travel are Boeing and SpaceX. Especially SpaceX has gained increasing fame in recent years through its famous managing director Elon Musk. The visionary from South Africa has already ensured that electric cars are seen more frequently on the roads with his company Tesla. Boeing and SpaceX have a lively competition among each other. They are fighting for dominance in the market of private space companies.

So far, the chances are particularly good for Elon Musk. SpaceX has already conducted several successful crewed missions with the Crew Dragon capsule, including missions to the International Space Station (ISS). Since 2020, Crew Dragon has been NASA's main vehicle for transporting people to and from the ISS. In February 2022, NASA commissioned SpaceX for three additional ISS flights. SpaceX is also planning numerous other space missions, including lunar and Mars flights. For this reason, the company is now fully focused on developing Starship, a reusable, two-stage rocket system designed to enable multiple launches and landings like an airplane.

Crew Dragon by SpaceX.

Crew Dragon by SpaceX.

Blue Origin, another leading private space company, has focused on suborbital flights and the development of reusable rockets. Founded in 2000 through significant personal investments from Bezos, Blue Origin has concentrated on developing reusable rockets and vertical takeoff and landing technologies. In 2015, the company achieved a milestone with the vertical launch and landing of the New Shepard rocket, which reached the boundaries of space and returned safely. NASA has selected Blue Origin to develop the lunar lander named Blue Moon, which will play a crucial role in the Artemis program aimed at bringing humans back to the Moon.

New Shepard rocket by Blue Origin.

New Shepard rocket by Blue Origin.

Virgin Galactic, led by Sir Richard Branson, pursues similar goals and has already offered suborbital space flights for paying customers. In 2023, Virgin Galactic's reusable VSS Unity rocket plane successfully launched and landed, transporting the company's first tourist team into space. The mission, called Galactic 02, included six people. Galactic 02 was a suborbital flight during which passengers experienced weightlessness for several minutes while seeing the curvature of the Earth. After launch, Virgin Galactic's carrier aircraft VMS Eve transported VSS Unity to an altitude of about 13,500 meters. Unity then detached from Eve, ignited its own rocket engine, and ascended into suborbital space. The passengers experienced about 3G during this ascent.

Spaceport America, New Mexico - October 17, 2011 White Knight Spaceship 2, Sir Richard Branson, Susana Martinez, Congressman Steve Pearce.

Rocket plane VSS Unity. Spaceport America, New Mexico - October 17, 2011, Sir Richard Branson, Susana Martinez, Congressman Steve Pearce, White Knight Spaceship 2.

Image by Jared Ortega

These companies have not only opened up space travel activities for businesses and tourists but have also expanded opportunities for scientific research and exploration of space.

The involvement of private companies in space travel has also lowered costs and driven innovation. The competitive situation between state space agencies and private companies has revolutionized the space industry as a whole. Nevertheless, there are also challenges and concerns, particularly regarding regulation, safety, and the environmental impact of commercial space travel. The role of private companies in space travel will therefore continue to be intensely discussed. Overall, the involvement of private companies in space travel has led to exciting developments and opportunities that make the future of space travel increasingly thrilling.

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